Unsere erste Freiwillige vor genau 10 Jahren

Jupp von den Freiwillis im Interview mit Nicole Demmler


Wenn ich gesehen habe, wie sich die Menschen hier über mein „Da-Sein“ gefreut haben – das gab mir viel zurück.

Nicole Demmler


Nicole, boah, 10 Jahre sind das jetzt her seit Du mit Deinem Bundesfreiwilligendienst in Deiner Pfarrgemeinde St. Andreas und mit uns begonnen hast! Was fällt Dir unmittelbar dazu ein?

Na ja, ich war die erste Bufdine im Bistum Mainz. Das war schon was Besonderes. Ich stand mit meinen 36 Jahren mitten im Leben, verheiratet, 2 Kinder in und kurz vor der Grundschule und habe mir aufgrund eines Todesfalls in der Familie angefangen Gedanken über meinen weiteren beruflichen Weg zu machen. Ich hatte seit meiner Ausbildung als Bürokauffrau gearbeitet. Wollte ich das bis zu meiner Rente tun? Der BFD gab mir die Möglichkeit in unserer Pfarrgemeinde die kaufmännische, gelernte Seite im Pfarrbüro mit einer sozialen Komponente für die Menschen da zu sein, zu kombinieren. Ich gehöre von klein auf zur Pfarrgemeinde St. Andreas, habe sie immer als Anlaufstelle und Treffpunkt gesehen. Und jetzt konnte ich meine Unterstützung, die ich vorher oft ehrenamtlich eingebracht hatte, noch mehr intensivieren. Wenn ich gesehen habe, wie sich die Menschen hier über mein „Da-Sein“ gefreut haben – das gab mir viel zurück. Und letztendlich hatte ich so ein Jahr Zeit, mir über meinen weiteren beruflichen Weg klar zu werden.


Hat Dich der BFD in Deinem Leben irgendwie weitergebracht und wenn ja, wie?

Auf jeden Fall 😉 Durch den BFD habe ich meinen neuen Beruf gefunden, vom Callcenter ins Pfarrbüro – ein bisschen Berufung: den Dienst am und mit den Menschen hier vor Ort in meiner Heimat-Pfarrgemeinde St. Andreas. Seit 01.07.2012 arbeite ich hier als Pfarrsekretärin und starte mit dem BFD-Jubiläum in mein 10. Jahr als Pfarrsekretärin. Ich fühle mich hier immer noch am richtigen Platz – in traurigen und schönen Zeiten bin ich für meine Mitmenschen und Ihre Anliegen da.

 
Was willst Du aus dieser Zeit keinesfalls missen?


Zum Glück hat mein Mann und meine restliche Familie meine BFD-Zeit unterstützt. Ich konnte trotz der noch recht kleinen Kinder zu den Seminaren fahren, das waren tolle Auszeiten im Sinne „Was für mich tun“ und nette, interessante Menschen kennenlernen. Teils aus vielen Nationen, da war die Kommunikation immer bunt und fröhlich. Das habe ich sehr genossen!

 
10 Jahre Jubiläum BFD, gibt es etwas das Du dem Bundesfreiwilligendienst im Bistum Mainz wünschst?

Macht weiter so!!! Ich finde es toll, dass ich immer noch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Caritasverband in Mainz verbunden bin, weil ich nun mit als BFD-Anleiterin junge Menschen begleite, die bei uns in der Pfarrgemeinde den BFD absolvieren. Das waren jetzt nach mir schon sechs weitere Frauen und Männer in allen Altersgruppen – ab 01.08.2021 startet der siebte im Bunde.

 
Vielen lieben Dank für das Interview, Nicole und cool, dass ich, der Jupp von den Freiwillis, Dich kennen lernen durfte …..

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2 Gedanken zu „Unsere erste Freiwillige vor genau 10 Jahren

  1. Liebe Frau Demmler,
    aufgrund des Artikels in „Glaube und Leben“ über Ihren Einsatz als BFDlerin kam auch mir die Idee diesen Weg einzuschlagen. Was hat mir der Einsatz in St. Peter gut getan und mir viel Freude gegeben. Eben auch die Zeit etwas für mich zu tun. Das waren regelrecht „Urlaubstage“. Toll war auch die Zeit in Berlin.
    Ich kann auch nur sagen, weiter so.
    Wenn ich noch in Einsatz kommen könnte, würde ich es gerne tun.
    Annemarie Lich Heppenheim

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